Cream Original
Cream Original - Gereifte Spirituosen aus der Karibik und Mittelamerika treffen auf feinste Sahne von irischen Weidekühen.
Handverlesen von unserem Master Distiller
XO Reserve
ROYAL DANISH NAVY
Ultra Premium
Creams
Likör und Bitter
24 SCHÄTZE
Mit der Einführung von Old St. Croix XO Reserve Tribute ehren wir den Gründer, der Apothekerkunst, westindische Rohstoffe, Naturwissenschaft und dänische Seefahrtsgeschichte miteinander verband.
Old St. Croix XO Reserve Tribute wurde als Hommage an Albert Heinrich Riise lanciert – den dänischen Apotheker, Naturforscher und Pionier, der den Grundstein für das legte, was heute Old St. Croix ist.
Von Ærø nach Westindien
Seit Generationen ist der Name Riise mit westindischen Spirituosen, dänischer Seefahrt und der Geschichte eines jungen Mannes von Ærø verbunden, der in die Welt hinauszog und in der Karibik sein Lebenswerk schuf. Albert Heinrich Riise wurde 1810 in Ærøskøbing geboren. Als junger Mann begann er eine Apothekerlehre und entwickelte früh ein starkes Interesse an Heilkunde, Botanik und Zoologie. Schon bevor er nach Westindien reiste, galt er als fähiger und ehrgeiziger Fachmann. Doch erst auf St. Thomas nahm sein Leben wirklich Gestalt an.
St. Thomas Apothecary Hall
Im Jahr 1838 erhielt Albert Heinrich Riise das Apothekenprivileg in Charlotte Amalie auf St. Thomas in Dänisch-Westindien. Als königlich ernannter Apotheker besaß er das ausschließliche Recht, in der Apotheke Alkohol herzustellen – ein Privileg, das große Bedeutung gewinnen sollte. Nach einigen Aufbaujahren wurde die St. Thomas Apothecary Hall in der Dronningensgade in Charlotte Amalie etabliert. Hier trafen Wissenschaft und Handwerk aufeinander. Riise entwickelte Elixiere, Bitter, medizinische Präparate und aromatische Spirituosen auf Basis lokaler Kräuter, Zuckerrohr und westindischer Rohstoffe.
Um Old St. Croix zu verstehen, muss man auch die Insel St. Croix verstehen. Im 18. und 19. Jahrhundert war St. Croix als die große Agrarinsel Westindiens bekannt – fruchtbar, sonnig und ideal für den Anbau von Zuckerrohr. Die Insel erhielt den Beinamen The Garden of the West Indies, und mit ihren zahlreichen Zuckerwerken und Destillerien wurde St. Croix zu einem Zentrum für Zucker, Melasse und Rumproduktion.
Auf diese Qualität griff Riise von seiner Basis auf St. Thomas aus zurück. Er kaufte Zuckerrohrspirituose und Melasse von St. Croix und nutzte sie als Grundlage für seine eigenen Produkte. Mit einem modernen Begriff könnte man ihn als frühen Master Blender bezeichnen: als einen Fachmann, der die besten Rohstoffe auswählte und mit Stärke, Balance und Aroma arbeitete, bis jedes Produkt den gewünschten Charakter erhielt.
Der Name Old St. Croix war daher nie nur ein Name auf einem Etikett. Er stand für Herkunft, Handwerk und westindische Qualität. Bereits zu Riises Zeit weckte St. Croix Assoziationen mit Zuckerrohr, Melasse und aromatischen Spirituosen. Als Riise – und später seine Nachkommen – die Produkte auf internationale Märkte brachten, wurde Old St. Croix zu dem Namen, der die karibische Herkunft mit sich trug.
Albert Heinrich Riise war jedoch weit mehr als ein geschickter Apotheker und Geschäftsmann. Er war auch ein leidenschaftlicher Naturforscher. Von St. Thomas aus widmete er sich dem Studium der Flora und Fauna der Inseln. Er sammelte Pflanzen, Tiere und Mineralien, schickte Material an naturhistorische Sammlungen unter anderem in Kopenhagen, Stockholm und Oslo und trug zu wissenschaftlichen Untersuchungen der westindischen Natur bei.
Seine botanische und zoologische Arbeit hatte bleibende Bedeutung. Mehrere seiner Sammlungen wurden in wissenschaftlichen Abhandlungen verwendet, und Riises Name wurde durch Arten, die nach ihm benannt wurden, mit der Naturgeschichte verbunden. Dazu gehört unter anderem der tropische Fisch Corynopoma riisei, der seinen Namen trägt. Das sagt etwas Wesentliches über ihn aus: Er war nicht nur damit beschäftigt, Produkte zu schaffen. Er wollte die Welt verstehen, in der er lebte.
Diese Neugier begleitete ihn auch zurück nach Dänemark. Als er sich in seinen späteren Lebensjahren auf Frederiksberg niederließ, kaufte er die Villa St. Thomas – benannt nach der Insel, auf der er sein Lebenswerk geschaffen hatte. Der Garten rund um die Villa wurde mit seltenen Pflanzen, einem Gewächshaus, einem Wasserbecken und lateinischen Pflanzenschildern gefüllt. Hier setzte sich sein Interesse an der Botanik fort, und der Garten wurde zu einem kleinen westindischen Echo mitten in Kopenhagen.
Ehrungen und Einfluss
Riise erlangte auch zu Lebzeiten beträchtliches Ansehen. Auf St. Thomas bekleidete er mehrere Ehrenämter und war unter anderem Direktor der Nationalbank auf der Insel. 1860 wurde er Ritter des Dannebrogordens, 1867 Justizrat, und 1873 erhielt er den schwedischen Wasaorden. Nachdem er Mittel für den Bau von vier Schulgebäuden auf St. Thomas gespendet hatte, wurde er zum Etatsrat ernannt. Sein Wirken reichte damit weit über die Mauern der Apotheke hinaus. Er war ein Mann, der in Wirtschaft, Wissenschaft und lokaler Gesellschaft gleichermaßen Spuren hinterließ.
Auch die Familie spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte. 1842 heiratete Albert Heinrich Riise Henriette Marie Worm in Frederiksted auf St. Croix, und gemeinsam bekamen sie 13 Kinder. Besonders seine Söhne Karl und Valdemar führten das Erbe weiter. 1878 übernahmen sie gemeinsam die St. Thomas Apothecary Hall, bevor das Unternehmen später allein an Valdemar überging. So wurde Riises Lebenswerk nicht nur bewahrt, sondern von der nächsten Generation weiterentwickelt.
1888 nahmen Karl und Valdemar Riise im Namen des Unternehmens eine Medaille auf der Nordischen Industrie-, Landwirtschafts- und Kunstausstellung in Kopenhagen entgegen – sechs Jahre nach dem Tod ihres Vaters. Die Ausstellung präsentierte unter anderem Produkte aus Dänisch-Westindien, und der Beitrag des Hauses Riise umfasste sowohl pharmazeutische Produkte als auch jene Spirituosen, die den Namen bekannt gemacht hatten.
Ebenfalls unter der Leitung der Söhne erhielt Old St. Croix Rum 1893 eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Chicago. Dies trug dazu bei, dänisch-westindischen Rum auf die Weltkarte zu setzen – und genau an diese historische Linie knüpft Old St. Croix heute an.
Wie sein Vater wurde auch Valdemar Riise zu einer markanten Persönlichkeit der westindischen Gesellschaft. Er war ausgebildeter Pharmazeut, hatte an landwirtschaftlichen Institutionen in Leipzig, Dresden und Paris studiert und wurde unter anderem Mitglied des Colonial Advisory Board, Kirchenvorsteher und Vorsitzender des Beirats der Dänisch-Westindischen Nationalbank. Zudem wurde er norwegischer Konsul und knüpfte eine enge Freundschaft mit dem jungen Prinzen Carl – dem späteren König Haakon VII. von Norwegen –, der Westindien 1886 als Matrose an Bord der Fregatte Jylland und später 1895-96 als Offizier an Bord der Fregatte Fyen besuchte. Heute ehrt Old St. Croix diese Verbindung mit dem Blend Haakon Royal Reserve.
Die Fregatte Jylland und das maritime Erbe
Auch die Fregatte Jylland gehört zu dieser Geschichte. Die stolze Fregatte der dänischen Marine besuchte die westindischen Inseln zwischen 1871 und 1887 fünfmal und ist heute als Museumsschiff erhalten. Im Old St. Croix-Universum ist die Fregatte Jylland nicht nur ein historischer Name, sondern ein Symbol für die maritime Verbindung, die Dänemark und Westindien miteinander verband. Wenn die Schiffe der Marine auf den Inseln anlegten, trafen Seefahrt, Handel, Handwerk und westindische Kultur im selben Hafen aufeinander – genau die Welt, zu der Riise und seine Familie gehörten. Heute fließt ein Teil des Verkaufs von Fregatten Jylland in den Erhalt des historischen Kriegsschiffs, das heute als Museumsschiff dient.
Das Erbe Albert Heinrich Riises wird heute in der Marke Old St. Croix weitergeführt, die mittlerweile in mehr als 30 Ländern verkauft wird. Es ist eine Fortsetzung der Ambition, die Riise selbst in Gang setzte, als Old St. Croix genutzt wurde, um westindische Qualität auf internationale Märkte zu bringen.
Old St. Croix Spirits unterstützt außerdem die A.H. Riise Familienstiftung mit Bildungsstipendien für junge Mitglieder der Riise-Familie sowie mit Beiträgen zur Digitalisierung der Familienarchive. So werden die Quellen, Briefe und Dokumente bewahrt und zugänglich gemacht, die die Geschichte von Riise, seiner Familie und seinem Lebenswerk weiterhin nuancieren können.
Von den ursprünglichen Rezepturen bis zu den erhaltenen Familienarchiven weist das Erbe nach vorn: auf ein Old St. Croix, das auf der Geschichte aufbaut – mit derselben Ambition für Qualität, Weitblick und internationale Reichweite.
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